Die Kindergartenordnung

I. Der Kindergarten

Der Kindergarten ist eine Einrichtung, die zur Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern ab dem vollendeten
3. Lebensjahr bis zum Erreichen der Schulpflicht durch dazu vorschriftsmäßig befähigtes Personal
(Kindergartenpädagoginnen oder - pädagogen) bestimmt ist.

Aufgabe des Kindergartens:
Der Kindergarten hat die Aufgabe, die Erziehung der Kinder in der Familie zu unterstützen und zu ergänzen und die
soziale Integration von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf zu fördern. Er hat dabei durch entwicklungsgemäße Erziehung
und Bildung, insbesondere durch Spiel, die erzieherischen Wirkungen einer Gemeinschaft Gleichaltriger zu bieten,
die körperliche, seelische und geistige Entwicklung der Kinder zu fördern und zu einer grundlegenden charakterlichen,
religiösen, ethischen und sozialen Bildung beizutragen sowie nach erprobten Methoden der Kleinkindpädagogik unter
Ausschluss jedes schulartigen Unterrichtes die Schulfähigkeit der Kinder zu fördern.

Diese vielseitigen Aufgaben können nur dann voll erfüllt werden, wenn die Eltern zur Zusammenarbeit mit den
Kindergartenpädagoginnen bereit sind.


II. Anmeldung

II.I. Einschreibung:
Die Einschreibung erfolgt Anfang März im Stadtamt Seekirchen.

Reihenfolge für die Aufnahme:

  1. Kinder, die schon bisher den betreffenden Kindergarten besucht haben und kindergartenpflichtige Kinder
  2. Die Reihung der angemeldeten Kinder liegt im Ermessen der Kindergartenleiterin und hat nach den
    Kriterien Förderbedarf, Berufstätigkeit der Erziehungsberechtigten, Geschwisterkinder und Nähe zum
    Schuleintrittsalter unter Berücksichtigung sozialer und pädagogischer Aspekte im Sinne einer
    Gesamtschau der im konkreten Fall maßgeblichen Umstände zu erfolgen.
II.II. Ausschluss vom weiteren Besuch des Kindergartens:
Kinder, bei denen aus schwer wiegenden Gründen durch den Besuch des Kindergartens eine Schädigung der
anderen Kinder oder des Kindergartenbetriebes zu befürchten ist , können von der Aufnahme in den
Kindergarten oder vom weiteren Besuch des Kindergartens ausgeschlossen werden. Vor dem Ausschluss ist
eine psychologische Stellungnahme der Familien- und Erziehungsberatung des Amtes der Landesregierung
einzuholen.
Nicht kindergartenpflichtige Kinder können außerdem ausgeschlossen werden, wenn
a) die Eltern oder sonstige Erziehungsberechtigte nicht entsprechend für Körperpflege und Kleidung des Kindes sorgen;
b) die Eltern oder sonstige Erziehungsberechtigte eine ordnungsgemäße Übergabe und Abholung des Kindes wiederholt unterlassen;
c) wenn das Kind ohne ausreichenden Grund länger als zwei Wochen oder wiederholt dem Kindergarten fernbleibt;
d) wenn der Kindergartenbeitrag nicht bezahlt wird (ab einem dreimonatigen Rückstand);


III. Kindergartenbus
Einteilung erfolgt immer am Beginn des Kindergartenjahres. Es ist ein Kostenbeitrag von € 40,- / Monat zu leisten.

Voraussetzung:
Wegstrecke von mehr als 2 km vom Kindergarten bis zur Wohnung. Wohnort oder Einsteigstelle muss an der
Busstrecke liegen. Übernahme von 1/3 der anfallenden Kosten(Bus, Personal) durch die Eltern- 1/3 Gemeinde,
1/3 Land. Bekanntgabe des Bedarfs bei der Anmeldung. Für jene Bereiche, die nicht an der Busstrecke liegen
und die Voraussetzungen für die Busbeförderung erfüllen, kann eine Entschädigung beantragt werden.
Die Höhe der Entschädigung ist von der Entfernung Wohnort- Kindergarten abhängig. Für den Kindergartenbus
besteht keine Betriebspflicht seitens des Kindergartenerhalters.

Für Eltern, deren Kinder mit dem Kindergartenbus befördert werden
Die Kinder müssen morgens zum Bus bzw. zu den Sammelstellen begleitet und mittags vom Bus abgeholt werden.
Abholberechtigte Personen müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit 14 Jahre alt sein. Die Kostenbeteiligung
für Eltern beträgt ein Drittel der Gesamtkosten. Die restliche zwei Drittel werden von der Gemeinde und Land
gemeinsam getragen.

Der Kindergartenbus verkehrt nicht zu den schulfreien Zeiten.
Falls der Kindergartenbus an einzelnen Tagen nicht verkehrt (witterungsbedingt, techn. Gründe,…) kann das
monatliche Entgelt nicht reduziert werden. Der Kindergartenerhalter kann jedoch in bestimmten Fällen eine
Reduzierung vornehmen.


IV. Elterninformation und Zusammenarbeit mit den Eltern
a) Elternabende
b) persönliche Gespräche mit der Kindergartenleiterin oder Kindergartenpädagogin nach Terminvereinbarung
c) Elternbriefe
d) Elternbeirat u.a.


V. Kindergartenbeiträge
(Tarife können unterjährig lt. Gemeinderatsbeschluss geändert werden) inkl. USt.

Vormittagsbetreuung:
erstes Kind pro Monat (bis 12.30Uhr) € 65,29
Jedes weitere Kind € 55,56
Betreuung bis 14.00h: € 85,79
Jedes weitere Kind € 76,06
Mittagessen (ab 12.30h verpflichtend!): € 2,77

Zuschüsse vom Land:
Für alle nicht schulpflichtigen Kinder
Vormittag € 12.50
Betreuung bis 14.00h € 25,00

Kinder im letzten KG – Jahr
Vormittag gratis
Betreuung bis 14.00h € 22,09

In sozialen Härtefällen können die Kindergartenbeiträge ermäßigt werden. Die Ermäßigung erfolgt
auf formlosen Antrag an die Stadtgemeinde Seekirchen mit einer Beschreibung der sozialen Situation,
unter Beifügung entsprechender Unterlagen (z.B. Wohnbauförderungsbescheid, Sozialhilfebescheid,
Einkommenssteuerbescheid, Nachweis über Unterhaltszahlungen bzw. -bezüge, Gerichtsbeschlüsse, etc.)

Die Kindergartengebühr ist von September bis Juli in 10 3/4 Teilbeträgen zu leisten.
Die Beiträge werden monatlich abzüglich des jeweiligen Landesförderungsbetrages in Rechnung gestellt
und sind innerhalb der angegebenen Zahlungsfrist zu begleichen.

Es besteht die Möglichkeit die monatlichen Beträge durch Erteilung eines Abbuchungsauftrages einziehen
zu lassen.


VI. Kindergartenbesuch
Der Kindergartenbesuch soll regelmäßig erfolgen.

Eine Abmeldung vom Kindergartenbesuch kann nur im Einvernehmen mit der Kindergartenleiterin erfolgen.
Eine Kostenbefreiung für das restliche Kindergartenjahr ist nur möglich, wenn ein Ersatzkind aufgenommen
werden kann.


VII. Infektionskrankheiten
Das Auftreten einer Infektionskrankheit ist der Kindergartenleiterin zu melden. Der Weiterbesuch des
Kindergartens ist für die Dauer der Infektionskrankheit untersagt. Auch bei Verdacht einer Infektionskrankheit
soll das Kind den Kindergarten bereits nicht mehr besuchen. Dasselbe gilt für Kinder, die von Kopfläusen
befallen sind.


VIII. Sonstige Abwesenheit des Kindes
Eine längere Abwesenheit des Kindes ist der Kindergartenleiterin zu melden.


IX. Aufsichtspflicht der KindergartenpädagogInnen

Beginn: Mit dem Einlass der Kinder durch die Kindergartenpädagogin in die dem Kindergarten gewidmeten
Liegenschaften. Das Kind muss der Kindergartenpädagogin übergeben werden.

Ende: Mit dem Zeitpunkt, zu dem die Kinder vom Kindergarten von den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten
oder deren Beauftragten abgeholt werden.

Die Aufsichtspflicht besteht auch außerhalb der dem Kindergarten gewidmeten Liegenschaften, solange die Kinder
unter der Obhut der Kindergartenpädagogin oder Assistentin stehen. Die Aufsichtspflicht besteht nicht, wenn sich
die Kinder in Begleitung ihrer Eltern oder anderer Erziehungsberechtigter befinden.
Die Berechtigung für das Abholen der Kinder durch eine andere Person als die Eltern oder sonstigen
Erziehungsberechtigten ist durch eine schriftliche Einverständniserklärung nachzuweisen. Eine solche Person muss
selbstverständlich geistig und körperlich in der Lage sein, die Aufsicht über das Kind wirksam auszuüben.

Abholberechtigte Personen müssen mindestens 14 Jahre alt sein.


X. Betriebszeit und Kindergartenferien

  1. Betriebszeit
    7.00 – 14.00h
    7.00 – 7.30h Frühdienst

  2. Zeit für die Übergabe der Kinder an die Kindergartenpädagogin
    Vormittag: bis 09.00h

  3. Zeit für die Abholung der Kinder:
    Vormittagsbetreuung: 11.30 - 12.30h
    bei Mittagsbetreuung: 12.30 - 14.00h

  4. Betriebsfreie Zeit und Sommerferien:
    Feiertage, Weihnachts- und Osterferien der allgemein bildenden Pflichtschulen. Die Sommerferien
    werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bei Bedarf wird ein Sommerkindergarten in einem
    Gemeindekindergarten eingerichtet. Das Entgelt dafür wird separat berechnet.
    Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 15 Kinder.
    Bitte bedenken Sie - auch die Kinder brauchen Urlaub!